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Die Lörmecke-Quellen: Aus dem Berg in die Leitung

Schematische Darstellung der Lörmecke-Quelle

Quelle in der Firste, 1929

Großer Wassermangel herrschte in den Gemeinden auf und jenseits des Haarstranges: das Regenwasser verschwindet dort schnell im klüftigen Kalkstein, der Aufbau einer sicheren Trinkwasserversorgung war nicht möglich. Deshalb fiel bald der Blick auf den Warstein-Kallenhardter Raum mit seinem großen Überangebot an einwandfreiem Karstquellwasser. Anfangs war sogar eine Talsperre zur Trinkwasserversorgung geplant.

 

Aus Quellen am Ostufer der Lörmecke wurde bereits die Gemeinde Kallenhardt mit Wasser versorgt. 5 Quellen traten hier aus, die nun für die Wasserversorgung gefasst werden sollten. Der Massenkalk hat an dieser Stelle eine Mächtigkeit von nur noch 8 Metern, darunter liegen undurchlässige Schiefer. So grub man zuerst einen Schacht bis auf den Schieferstein, trieb am Grund des Schachtes dann einen 100 m langen Stollen in den Kalkstein, der die Quellen unterfahren, das Wasser schon vor dem Austritt an die Oberfläche auffangen sollte.

 

Aus dem Quellstollen wird das Wasser durch eine Rohrleitung abgeleitet und durch einen weiteren Stollen im Lörmecketal in Richtung Belecke geleitet. Bei hohem Wasserstand fließt ein großer Teil des Quellwassers durch einen Überlauf in die Lörmecke ab.

 

Zwei kleine Gebäude sind die sichtbaren Betriebsanlagen der Lörmecke-Quelle: Das Quellhaus und die Chlorstation. Unter dem Quellhaus befindet sich der Schacht, der zum Quellstollen hinabführt; der Quellstollen selbst ist 1933 vermauert worden, seitdem hat niemand mehr das Innere des Stollens betreten. In der Chlorstation wird dem Quellwasser vorsorglich Chlordioxid zugesetzt, um eventuell enthaltene Keime und Krankheitserreger abzutöten.

 

 

Ein Bett aus Beton – warum?

Die Lörmecke ist ein naturnaher Bach, das kann für den größten Teil ihres Verlaufs gesagt werden. Umso mehr fällt der Bachlauf entlang der Betriebsanlagen der Lörmecke-Wasserwerk GmbH auf: Hier ist die Lörmecke in ein vollständig betoniertes Bachbett gelegt.

 

Hintergrund dieses Eingriffs in den natürlichen Bachlauf der Lörmecke ist die Sorge, dass über den Lauf der Lörmecke verschmutztes Oberflächenwasser seitlich in den Quellstollen, die Quellfassung oder das wasserführende Gestein einsickern könnte. Um ein solches Einsickern und damit eine mögliche Verschmutzung des Trinkwassers sicher zu verhindern, wurde das Bachbett im eventuellen Risikobereich in eine Betonrinne gelegt.